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10 Milliarden – Wie werden wir alle satt? | BR

Anne | 01. Dezember 2017

Wie werden wir alle satt, wenn in Zukunft über 10 Milliarden Menschen auf der Erde leben und unsere Agrarressourcen knapp werden? Mit dieser Frage beschäftigt sich der Filmemacher Valentin Thurn und reist dafür um die ganze Welt. Er besucht eine Hühnerfabrik in Indien und zeigt die unappetitliche – ja barbarische – Produktion vor Ort. Außerdem verkostet er Insekten in Thailand, fährt zu Milchbauern oder besucht eine Fisch-Farm in Kanada. Hier zeigen die Züchter genetisch veränderte Lachse. Diese wachsen fünf bis sechs mal so schnell, wie ihre natürlichen Artgenossen.

10 Milliarden – Wie werden wir alle satt?

Des weiteren besucht Valentin Thurn auch Forscher, die nach neuen, technischen Lösungen zur Nahrungsmittelherstellung suchen, die unabhängig von Natur und Wetter funktionieren. Zum Beispiel eine Pflanzenfabrik im japanischen Kyoto. Hier züchten Biologen vollkommen automatisiert Gemüse. Die Produktivität ist 100 mal höher als im Feldanbau, denn die Fabrik erntet neun Mal im Jahr das Gemüse und die Anbaufläche erstreckt sich über 16 Etagen.

Gentechnik oder bio – Wie werden wir alle satt?

Interessant kontrastiert Valentin Thurn in seiner Dokumentation 10 Milliarden – Wie werden wir alle satt? die zwei verschiedenen Ansätze wie wir in Zukunft produzieren. Einerseits Massentierhaltung, Wachstumshormone, Labors und Gentechnik – Methoden also, die eine hohe Produktivität versprechen. Andererseits alternative Modelle, welche die Umwelt schonen und natürlich sind. Jedoch konsumiert nur ein kleiner – meist reicherer Teil der Bevölkerung – Produkte aus biologischem Anbau.

 

Bild: Shutterstock

Verfügbar bis: 07. Dezember 2017